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oct

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OCT

OCT, Abkürzung für Optical Coherence Tomography (Optische Kohärenz-Tomografie), ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem zeitlich inkohärentes Licht mit Hilfe eines Interferometers zur Entfernungsmessung reflektiver Materialien eingesetzt wird. Das entsprechende akustische Verfahren ist die Ultraschalldiagnostik (Sonografie).

Anwendung

Anwendungsbereiche liegen primär in der Medizin, dort in der Augenheilkunde, sowie zur frühzeitigen Krebsdiagnose und zur Hautuntersuchung. Hier werden Reflexionen an Grenzflächen von Materialen mit unterschiedlichem Brechungsindex (Membranen, Zellschichten, Organgrenzen) ausgemessen und so ein dreidimensionales Bild rekonstruiert (Tomografie). Der Haupteinsatz liegt derzeit bei der Untersuchung des Augenhintergrundes, bzw. des hinteren Augenabschnittes, da konkurrierende Technologien wie. z.B. Laser Scanning Opthalmoscope die feine Schichtstruktur der ca. 250-300 µm dicken Netzhaut aufgrund der geringen Pupillengröße und des großen Abstandes von Hornhaut zur Netzhaut nur unzureichend abbilden können.

Vorteile

Der große technologische Vorteil der OCT ist die Entkopplung der Tiefenauflösung von der transversalen Auflösung. Im Gegensatz zur Mikroskopie kann dadurch die dreidimensionale Struktur des zu untersuchenden Gegenstandes erfasst werden. Die rein reflektive und damit berührungslose Messung erlaubt den Wegfall der in der Mikroskopie angewandten Dünnschnitte, wodurch das Verfahren mikroskopische Bilder im lebenden Gewebe (in vivo) erlaubt.

Der Einsatz von OCT wird durch die Eindringtiefe elektromagnetischer Strahlung in das Untersuchungsobjekt sowie durch die Bandbreite beschränkt. Hochentwickelte Breitband-Laser ermöglichen seit 1996 (Nature - April 2001 Volume 7 Number 4 pp 502 - 507) die Entwicklung der UHR-OCT (UltraHigh Resolution OCT), die die Auflösung von zig Mikrometern (µm) bis zu Bruchteilen von Mikrometern vorangetrieben hat. Subzelluläre Strukturen in menschlichen Krebszellen können auf diese Weise dargestellt werden.

OCT ist ähnlich zu profilgebenden Verfahren (sie erlauben allerdings nur die Darstellung der Oberfläche) wie dem optischen Kohärenzradar, welches zur hochpräzisen dreidimensionalen Darstellung von Oberflächen im Flugzeugbau und der Autoindustrie dient.

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