Knotentheorie
Knotentheorie ist eine Forschungsgebiet der Topologie. Sie beschäftig sich unter anderem damit, die topologischen Eigenschaften von Knoten zu untersuchen. Eine Fragestellung ist etwa, ob zwei gegebene Knoten äquivalent sind, also ob sie einander übergeführt werden können, ohne dass dabei die Schnüre "zerschnitten" werden.
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2 Methoden 3 Reidemeister Bewegungen 4 Anwendungen |
Diese Polynome kann man algorithmisch berechnen, in dem man für alle Kreuzungen geignete Terme zu einem
Gesamtpolynom addiert. Von den beiden zitierten Polynomen ist das HOMFLY-Polynom das mächtiger, das heißt
es erkennt mehr nicht zueinander äquivalente Knoten, als das Jones-Polynom. Das bedeutet aber auch
dass zwei Knoten das gleiche Polynom haben können, obwohl sie nicht äquivalent sind. Bis heute ist
noch keine Knoten-Invariante gefunden worden, die alle äquivalente Knoten genau erkennt, also
die die Eigenschaft hat, dass die Invariante für zwei Knoten identisch ist genau dann wenn die zwei
Knoten äquivalent sind. Dies ist ein wichtiges Ziel der aktuellen Forschung.Mathematische Definition
Im Mathematischen Sinn ist ein Knoten eine Einbettung eines Kreisrandes (bzw einer Jordan-Kurve) in den dreidimensionalen Raum.
In der Knotentheorie wird ein Knoten durch seine Projektion auf eine Ebene dargestellt. Es entsteht
eine geschlossene Kurve, die endlich viele Überkreuzungen hat. Dabei ist wichtig bei den Kreuzugen mitanzugeben,
welche Seite der Kurve oben bzw. unten liegt. Methoden
Eine Ziel der Knotentheorie ist es, Knoten-Invarianten zu finden, also mathematische Objekte, die
sich nicht ändern wenn man den Knoten im dreidimensionalen Raum stetig deformiert. Einige Beispiele von
Knoteninvarianten sind Polynome, z.B. das Jones-Polynom, HOMFLY-Polynom.
