Knieperkohl
Die Geschichte des Knieperkohls beginnt mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. In der Prignitz lebte nach dem Krieg nur noch 1/12 der Bevölkerung. Die übliche Winternahrung der Menschen war Sauerkraut. Da aber kein Weißkohl mehr vorhanden war, entschloss man sich dazu Futterkohl zu säuern. Daraus ist im Laufe der Jahre der heutige Knieperkohl entstanden.
Die Zutaten sind: Weißkohl, blauer Markstammkohl und Grünkohl zusammen mit Weinreben und Kirschblättern, geschnitten und mit Salz eingestampft, nach einer Gärung von 4-6 Wochen verzehrfertig.
Man sagt: Gebe 10 Köchen vom dem selben Fasse
Knieperkohl und du erhältst 10 verschiedene Gerichte...
Durch unterschiedliche Rezepturen und verschiedene
Arten der Zubereitung sind viele Varianten des Knieper
bekannt. Letztlich jedoch hängt alles von der Art und
Weise seiner Zubereitung ab. Da ist es wohl selbstverständlich, dass jeder auf seine eigene Variante schwört.
Hauptbestandteil eines Kniepergerichtes sind: Schmalz,
Speck, Eisbein gepökelt oder geräuchert, Kohlwurst
(Lungenwurst), Knacker, Kasslerkamm, kurz gesagt,
alles, was fett, gepökelt und geräuchert ist.
Ein schönes Kniepergericht wird nicht einfach nur heiß
gemacht! Es wird in einer mit fettem Speck
ausgelegten Schmorpfanne - ohne umzurühren -
gebacken, bis sich das Fett auf dem Kohl abgesetzt hat.
Bitte erst danach umrühren. Dazu reicht man Pellkartoffeln
und auch ein herzhaftes "Preussen Pilsner". Nach diesem
leckeren Essen fördert ein "Korn" oder Kräuterbitter die Verdauung.