Kneiphof
Kneiphof war die Bezeichnung für einen Stadtteil des ehemaligen Königsbergs in Ostpreußen, dem heutigen Kaliningrad. Der Name leitet sich vom Altniederdeutschen
Knipaf ab (bedeutete soviel wie "abgetrennter" oder "abgekniffener" Stadtteil). Im Mittelalter hatte der Kneiphof eigene Stadtrechte mit einer eigenen Stadtverwaltung. Der Kneiphof befand sich auf einer Flussinsel im Pregel. Auf dieser Insel befand sich neben dem Königsberger Dom das Grabmahl Immanuel Kants, Universitätsgebäude und viele weitere Altstadtgebäude. Nach der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg durch die Royal Air Force sind nur noch der Dom und das Grabmahl erhalten geblieben. Die Kaliningrader Stadtverwaltung ließ zu Zeiten der Sowjetunion auf der seit dem Krieg zunächst
Zentralinsel, heute
Kantinsel genannten Flussinsel eine dicke Lage Erde aufschütten und legte darauf einen Skulpturenpark rund um den Dom an.